[Rallye-Report.de] Die Organisatoren der Deutsche Rallye Serie (DRS) haben den Kalender für die Saison 2010 veröffentlicht und damit für einige Überraschungen gesorgt. Wie auch im Vorjahr wird es 7 Wertungsläufe geben. Allerdings startet die DRS nicht im Februar, sondern erst Ende Mai mit der AvD Sachsen-Rallye in die Saison.
Neu dabei ist die Rallye Zwickauer Land. “Wir haben bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem MC Zwickau, beispielsweise im Rahmen der AvD Sachsen-Rallye, gemacht. Daher sind wir fest davon überzeugt, dass die Mannschaft um Johannes Schmutzler ein guter Gastgeber für den fünften DRS-Wertungslauf sein wird”, sagte der DRS-Serienmanager Michael Görlich gegenüber Rallye-Report.
Etwas überraschend wurde auch die Lausitz-Rallye als Finallauf in den DRS-Kalender integriert. Zwar hatte die Rallye rund um Boxberg schon im Jahr 2006 das DRS-Prädikat erhalten, doch war sowohl das Presse- als auch das Fahrerecho auf die 10. Auflage der Lausitz-Rallye alles andere als durchgängig positiv. Dazu erklärte Görlich: “Wir freuen uns, dass die Lausitz-Rallye als eine bei Fans und Fahrern außerordentlich beliebte Rallye in den DRS-Kalender integriert werden konnte. Die Kritik aus dem letzten Jahr nehmen alle Beteiligten sehr ernst und daher wird es beim DRS-Finale 2010 auch einen neuen Serviceplatz geben.”
Zwei andere Veranstaltungen tauchen im aktuellen Kalender nicht mehr auf. Der AC Helfenstein hatte bereits vorab angekündigt, dass 2010 keine Rallye Baden-Württemberg als DRS-Lauf durchgeführt werden kann. “Aufgrund der arbeitsintensiven Vorbereitungen und hohen finanziellen Belastungen wurden nicht nur die Kapazitäten der zahlreichen Mitglieder und Helfer des Vereins immer mehr gebunden, sondern auch das Verhältnis der Wirtschaftlichkeit zum notwendigen Einsatz in Frage gestellt”, hieß es in einer Pressemitteilung. Kurze Zeit später tauchte die Rallye im Kalender des ADAC Rallye Masters auf. Eine Veranstaltergemeinschaft will die Rallye Baden-Württemberg weiterführen.
Anders sieht es in Ostthüringen aus, hier wird es keine wie auch immer geartete Fortsetzung der AvD Mohren-Rallye geben. “Die Mohren Rallye war mir immer eine Herzensangelegenheit. Mit viel Kraft haben wir die Rallye aus der Taufe gehoben und waren dankbar für die breite Unterstützung, besonders von Bürgermeister Ingo Lippert sowie dem Autohaus Vogel in Eisenberg. Allerdings sind die Vorraussetzungen im aktuellen Jahr denkbar ungünstig”, informierte DRS-Organisator Görlich.
Die Mohren-Rallye war in der letzten Saison sowohl Bestandteil der ADMV-Meisterschaft als auch des DRS-Kalenders. Nunmehr hatte der ADMV die Mohren-Rallye nicht mit einem März-Termin in den Kalender aufnehmen können, da am 13. März bereits der Saisonauftakt im Havelland geplant ist. “Eine Verlegung der Mohren-Rallye in den Februar kam nach der letztjährigen Kritik für uns nicht mehr in Frage”, so Görlich. Damit gingen den Organisatoren die Alternativen aus. Aufgrund des großen finanziellen Risikos und der ohnehin schon außerordentlich geringen Anmeldezahlen in den letzten Jahren folgte zwangsläufig die Absage der Mohren-Rallye. “Wir hatten keine andere Wahl und hoffen, dass die Voraussetzungen in der Saison 2011 besser sind”, erläuterte Görlich abschließend.
Die DRS-Termine 2010
28./29.05. – AvD-Sachsen-Rallye
18./19.06. – DMV Rallye Thüringen
30.07./01.08. – 51. ADAC Rallye Wartburg
27./28.08. – AvD Niederbayern Rallye
18.09. – ADMV Rallye Zwickauer Land
01./02.10. – 14. Herbst Rallye Leiben
15./16.10. – ADMV-Lausitz-Rallye
Rückblick: Drei Jahre AvD Mohren-Rallye Eisenberg (2007-2009)
Die kurze Geschichte der Mohren-Rallye wird maßgeblich von einem Name geprägt: Maik Stölzel. Alle drei Ausgaben der Rallye in Ostthüringen konnte er mit seinem Skoda Octavia WRC den Stempel aufdrücken. Im ersten Jahr lag der Zwickauer mit seinem Beifahrer Thomas Windisch über einen langen Zeitraum in Führung. Doch durch zwei Reifenschäden verlor das Skoda-Team nicht nur wertvolle Zeit sondern beschädigte sich zudem die rechte Fahrzeugseite. So konnte Anton Werner im Porsche 911 kurz vor dem Ziel noch die Führung übernehmen und Ruben Zeltner gemeinsam mit seine Frau auf den zweiten Platz vorrücken.
Bei der zweiten Ausgabe im Jahr 2008 hatten die Teams weniger mit der Konkurrenz und mehr mit dem Nebel zu kämpfen. Die Sichtverhältnisse besserten sich zwar im Laufe des Tages, doch mit einbrechender Dunkelheit verschlechterten sie sich wieder dramatisch. Daraufhin wurde die zehnte Wertungsprüfung annulliert. Glück im Unglück hatte Maik Stölzel, da er gerade auf der neunten Prüfung die Führung erobert hatte und somit auch das DRS-Finale 2008 gewann.
Nur vier Monate später – pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang 2009 – startet die DRS in die Saison 2009. Das naßkalte Wetter bot optimale Voraussetzung für den Skoda-WRC-Pilot Maik Stölzel. Von Beginn an konnte sich der Zwickauer trotz fehlender Regenreifen in Führung setzen. Dies änderte sich im Laufe des Tages nicht, so dass Maik Stölzel die 3. AvD Rallye Eisenberg gewann und zusammen mit Copilot Helmar Hinneberg den amtierenden deutschen Meister Hermann Gassner sowie Anton Werner auf die weiteren Plätze verwies.
Ergebnis 1. Avd Mohren-Rallye Eisenberg
1. Werner/Kämpfe | Porsche 911 GT3
2. Zeltner/Zeltner | BMW M3 E36
3. Stölzel/Windisch | Skoda Octavia WRC
Ergebnis 2. Avd Mohren-Rallye Eisenberg
1. Stölzel/Windisch | Skoda Octavia WRC
2. Werner/Edelmann | Porsche 911 GT3
3. Noller/Walz | Mitsubishi Lancer VII
Ergebnis 3. AvD Mohren-Rallye Eisenberg
1. Stölzel/Hinneberg | Skoda Octavia WRC
2. Gaßner/Thannhäuser | Mitsubishi Lancer Evo X
3. Werner/Edelmann | Porsche 911 GT3