
Mike Stölzel, Thomas Windisch, Porsche 911 GT3 (C)sportfotocenter.de
Bei sonnigem Wetter und strahlend blauem Himmel endete die 48. Auflage der Sparkassen-DMV Thüringen-Rallye (11.-13. Juni). Erik Wevers (NL) gewann mit seinem Ford Focus WRC mit einem Vorsprung von 3:16 Minuten vor Markus Hesse (Hessisch Lichtenau). Hinter den beiden ERC-Piloten kam Maik Stölzel (Zwickau) als glücklicher Dritter bei der Veranstaltung im Saale-Orla-Kreis ins Ziel.
Die Jäger der WRCs
Nach der Auftaktprüfung am Freitagabend kam Olaf Dobberkau als schnellster DRS-Pilot auf Platz 4 ins Ziel. „Morgen kommen unsere Prüfungen und dann schauen wir mal, ob wir die WRCs ein wenig ärgern können“, kommentierte Olaf Dobberkau (Schleusingen) den ersten Tag der Thüringen Rallye. Die ersten beiden Prüfungen des Samstags genügten ihm, sich mit einem Vorsprung von über 9 Sekunden gegen Erik Wevers durchzusetzen. Jedoch währte die Freude über die Führung bei der Heimrallye von Olaf Dobberkau nicht lange. Eine defekte Antriebswelle auf der 4. Wertungsprüfung (WP) bescherte ihm das aus. Weitere Schicksalsschläge folgten in der Prüfung 5: Die beiden ERC-Piloten Dennis Kuipers (NL) und Mark van Eldik (NL) mussten auf der 26-km langen „Bankschenke“-Prüfung ihre Reifen wechseln und verloren mehrere Minuten. Damit wurde ein bei seiner Premiere gut fahrender Maik Stölzel auf den 3. Gesamtrang nach vorne gespült. Auf den harten Nachmittagsprüfungen gelang es dem Zwickauer, sich die starke Konkurrenz vom Leibe zu halten. „Wir sind absolut happy, mit einem super 3. Gesamtrang bei der Premiere des Porsche im Ziel zu sein“, erklärte ein überglücklicher Stölzel im Ziel. Somit konnte er die ERC-Piloten David Turmbull und Dennis Kuipers auf die Plätze 4 und 5 verweisen.
Fights bis zu letzten Prüfung
Davon kann besonders Robert Pritzl berichten: „Wir waren bis zur letzten WP mit Janina Depping (Wedemark) am kämpfen. Und wir sind glücklich, mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,4 Sekunden gewonnen zu haben.“ Damit belegt der bis dato 4.-platzierte in der DRS einen guten 2. Platz in der seriennahen Klasse N5 und den 11. Gesamtrang. Als Vierte kamen hinter Janina Depping hinter Eric Karlsson (Miltenberg) mit seinem Audi TT ins Ziel.
Gefightet wurde auch in der seriennahen Klasse N3: Nach einigen Anstrengungen gelang es Michael Abendroth (Duisburg) die Führung zu übernehmen, die er bis ins Ziel nicht mehr abgeben wollte: „Es ist alles prima gelaufen. Wir haben zwar ein paar PS weniger als die Konkurrenz, aber ein gutes Fahrwerk, unsere Erfahrung und Streckenkenntnis haben uns die Führung in der Klasse gesichert“, kommentierte Abendroth im Ziel. „Ich muss Michael wirklich beglückwünschen. Er hat hier eine tolle sportliche Leistung gezeigt. Aber wir werden hoffentlich in 2 Wochen bei unserer Heimveranstaltung eine Revanche bekommen“, erklärte Michael Krause, Zweiter in der N3. Dritter wurde der DRS-Pilot Mark Muschiol (Chemnitz).
Tolle Zuschauerkulisse
Guten Breitensport boten auch die Teams in allen anderen Klassen. In der H14 setzte sich beispielsweise Mike Czekalla (Weira) bei seiner Heimveranstaltung gegen die DRS-Piloten Thomas Robel (Laubusch) und Björn Leiß (Essen) durch. „Vielen Dank auch mal an alle Zuschauer, die wirklich zu Tausenden hierher gekommen sind. Das war wirklich eine tolle Kulisse“, bemerkte Thomas Robel, DRS-Sieger des vergangenen Jahres. Die Klasse der Youngtimer ging erneut an Ralf und Uschi Müller (Fritzlar), die wie gewohnt sehr zügig unterwegs waren. Die Klasse N2 gewann Ralf Plettau (Chemnitz) vor Andreas Lohfing (Schweina). An beiden Tagen verfolgten etwa 15.000 Zuschauer die Veranstaltung.

