Quertreiber

von Mathias Mahrholz
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Zahlreiche „Quertreiber“ kämpften 2008 um die vom AvD ausgeschriebene Deutsche Rallye Serie (DRS). Allen voran der Titelverteidiger des Jahres 2007, Michael Abendroth mit seinem Honda Civic Type R. Im Vorteil die PS-starken Porsche, rund um Anton Werner und Olaf Dobberkau. Auch Rainer Noller im allradgetriebenen Mitsubishi Lancer hatte ein Wörtchen mitzureden. Eher schnell und unscheinbar ging es bei Thomas Robel und Henry Wichura zur Sache, die auf ihren bewährten Honda Integra Type R zurückgriffen.

 
Schon beim Saisonauftakt, der AvD Rallye Baden-Württemberg entwickelten sich spannende Duelle: Furore sorgte der Lokalmatador Uwe Nittel mit seinem heckgetriebenen Fricker-Mercedes, mit dem einst schon Harald Demuth in vergangenen Rallye-Tagen unterwegs war. Er machte zunächst die Pace, bis er durch einen technischen Defekt eingebremst wurde. Damit schlug die Stunde von Rainer Noller. In einer fast fehlerfreien Fahrt setzte sich dieser an die Spitze des Feldes – und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab.
 
Bei der Wartburg-Rallye, mit ihren schnellen Asphalt-Prüfungen, schlug die Porsche-Armada zurück. Olaf Dobberkau und Anton Werner duellierten sich an der Spitze. Der Zweikampf blieb spannend bis zur allerletzten Wertungsprüfung (WP). Bei einem atemberaubenden Herzschlagfinale setzte sich Anton Werner mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,7 Sekunden gegenüber seinem Porsche-Kontrahenten durch.
 
Tapetenwechsel beim nächsten Lauf der DRS in Leiben: Eine Chance für alle DRS-Piloten, sich mit Challenge-Teilnehmern in Österreich zu messen. Knapp geschlagen von einem einheimischen Allrad-Team kamen Markus Moufang mit seinem BMW M3 und Anton Werner im 911er Porsche auf den Plätzen 2 und 3 ins Ziel.
 
Eine prominente Ausfallserie hatte im September die AvD Rallye Niederbayern zu verzeichnen: Maik Stölzel im Skoda Octavia, Uwe Nittel im 190er Mercedes und der BMW M3 von Markus Moufang streikten im Laufe der Veranstaltung. Somit war der Weg frei für einen schnell und fehlerfrei fahrenden Anton Werner, der in seiner bayrischen Heimat die Maximalpunkte mitnehmen konnte. Hinter Rainer Noller im Mitsubishi sicherte sich Newcomer Jeffrey Wiesner im BMW 330is den 3. Platz.
 
Beim Finale der DRS-Saison 2008 in Eisenberg ging Thomas Robel, der über alle Läufe konstant gepunktet hat, als Favorit auf den DRS-Titel an den Start. Er musste eigentlich nur noch das Auto ins Ziel bringen. Nur Rainer Noller konnte ihm noch gefährlich werden. Dazu musste Noller allerdings seine Klasse gewinnen und unter die Top 2 fahren. Glücklicher Gewinner der 3. Auflage der AvD Rallye Eisenberg wurde Maik Stölzel, der am Nachmittag auf die richtigen Reifen setzte. Da es recht feucht war, kämpfte Anton Werner mit der Traktion – belegte aber einen respektablen 2. Gesamtrang. Er verwies Rainer Noller somit auf Platz 3. Die fleißige und konsequente Punktausbeute von Thomas Robel bescherte ihm nach Zielankunft den Titel des DRS-Meisters 2008. „Ich war nach einigen Patzern einfach nur froh im Ziel zu sein“, strahlte ein sichtlich gut gelaunter Robel. „Es war eine tolle Saison, in der alles gepasst hat. Danke vor allem an mein Team und meine Familie, die mich riesig unterstützt haben“, freut sich Robel. Als Meister von 2008 geht er jetzt in die neue Saison – voller Ambitionen den Titel zu verteidigen.

 

Aktualisiert: Freitag, den 20. Februar 2009 um 09:26 Uhr

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